Biographie
In der Epoche der Julimonarchie nahm Caroline Jaubert regen Anteil am gesellschaftlichen Leben der Hauptstadt, das sich zu einem wesentlichen Teil in Salons abspielte. Dabei kam sie in näheren Kontakt zu namhaften Schriftstellern. 1835 verliebte sich Alfred de Musset in sie, die ihm den Spitznamen Prinz Phosphor vom unsteten Herzen gab. Auf eine kurzzeitig heftige Affäre folgte eine langjährige Verbundenheit, wobei de Musset sie gern seine „marraine“ (Patin) nannte.
Ebenfalls 1835 lernte sie Heinrich Heine kennen. Nach anfänglicher Skepsis wurde sie ihm für die folgenden zwei Jahrzehnte eine geschätzte Konversations- und Korrespondenzpartnerin. Heine war von Anfang an fasziniert von ihrem offenbar recht kleinen Fuß. Für seinen letzten Besuch bei ihr vor dem Rückzug in die Maratzengruft im Frühjahr 1848 ließ er sich auf dem Rücken eines Bediensteten die Treppe zu ihrer Wohnung hinauftragen. Im Sommer 1848 ließ sie ihren Bruder Edmond in französischen Regierungskreisen für die Wiederaufnahme der nach der Februarrevolution 1848 gestrichenen Staatspension für Heine intervenieren, allerdings ohne Erfolg. Ihr Mann Maxime wurde durch ihre Vermittlung Heines Testamentsvollstrecker.
Lebensdaten
- Lebensdaten:
- (* 6. Juni 1803 in Koblenz; † 13. Dezember 1882 in Paris)
- Geburtsort:
- Koblenz
- Sterbeort:
- Paris
- Nationalität:
- Frankreich
Berufe
- Schriftstellerin
- Salonnière
Werke
- Souvenirs de Madame C. Jaubert. Lettres et correspondance (1881)
- Heinrich Heine. Erinnerungen aus den letzten 20 Jahren seines Lebens (1835-1855) (1884)
Weitere Namen
- C. Jaubert
- Caroline d`Alton-Shée
- Caroline Jaubert