Heinrich Heine

1797–1856

Dichter · Journalist · Schriftsteller

Porträt von Heinrich Heine (Moritz Daniel Oppenheim)
Moritz Daniel OppenheimPublic DomainWikimedia Commons

Biografie

Heinrich Heine, geboren am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf als Harry Heine, war einer der bedeutendsten Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts. Er zählt zu den wichtigsten Vertretern der deutschen und europäischen Literatur und wird häufig als „letzter Dichter der Romantik“ bezeichnet, dessen Werke jedoch gleichzeitig die Romantik kritisch hinterfragten und überwanden.

Frühes Leben und Bildung Heine wurde in eine jüdische Kaufmannsfamilie geboren und erhielt zunächst eine kaufmännische Ausbildung, die ihm jedoch wenig lag. Ab 1819 studierte er in Bonn, Göttingen und Berlin Rechtswissenschaften. Während dieser Zeit entwickelte sich seine Leidenschaft für die Literatur. Sein erstes Werk, „Gedichte“ (1821), machte ihn bekannt, jedoch brachten ihm die „Buch der Lieder“ (1827) breite Anerkennung ein und etablierten ihn als bedeutenden Lyriker.

Politisches Engagement und Exil Heine sympathisierte mit liberalen und revolutionären Ideen, was ihn bald zur Zielscheibe der Zensur und staatlicher Überwachung machte. 1831 emigrierte er nach Paris, wo er bis zu seinem Tod lebte. In Frankreich pflegte er enge Kontakte zu Intellektuellen wie Karl Marx und Victor Hugo. Seine Berichte über die französische Kultur und Gesellschaft, darunter „Französische Zustände“ (1833), fanden großen Anklang.

Krankheit und späte Jahre In den 1840er Jahren verschlechterte sich Heines Gesundheitszustand. Eine chronische Rückenmarkserkrankung zwang ihn 1848 ins Bett, wo er seine letzten acht Lebensjahre, von ihm selbst als „Matratzengruft“ bezeichnet, verbrachte. Trotz seiner Krankheit entstanden bedeutende Werke wie „Romanzero“ (1851), das oft als Höhepunkt seines Schaffens betrachtet wird.

Tod und Vermächtnis Heinrich Heine starb am 17. Februar 1856 in Paris und wurde auf dem Friedhof Montmartre begraben. Sein Werk, geprägt von scharfer Ironie, tiefem Gefühl und einer einzigartigen Verbindung von Poesie und Politik, beeinflusst die Literatur bis heute. Seine Kritik an gesellschaftlichen und politischen Missständen macht ihn zu einer zentralen Figur der Moderne.

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Werke

Ausgaben in der Sammlung

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  • Titelblatt

    Rheinisch-westfälischer Musenalmanach

    1821 — 1. Auflage

    Umfang: XII, 215 S.

    Signatur: HSS001

  • Titelblatt

    Gedichte

    1822 — 1. Auflage

    Verlag: Maurersche Buchhandlung, Berlin

    Umfang: VIII, 170 S. 1 Bl.

    Signatur: HSS002

  • Titelblatt

    Poesien für Liebe und Freundschaft

    1822

    Verlag: Schulz & Wundermann, Hamm

    Umfang: 3 Bl., 138 S.

Weitere bekannte Ausgaben

Ausgaben außerhalb der Sammlung

Bibliografische Nachweise zu Ausgaben mit Heine-Bezug, für die in dieser Sammlung kein Exemplar vorliegt.

Quellen